| |
Unser wunderschönes
Garten-Restaurant mit Ausblick auf den Tafelberg ist nur
wenige Meter vom „Tasting Room“ entfernt und
ein Muss nach jeder Weinprobe. Das Angebot an Speisen
reicht von leichten Käseplatten bis hin zur traditionellen
südafrikanischen Küche und bietet auch einen
Catering Service für kleine private Veranstaltungen
an. Genießen Sie ein Mittagessen in einer unbeschwerten
Atmosphäre, wo sogar Hühner herumlaufen. Das
Restaurant serviert Frühstück, Mittagessen und
Tee. Bitte beachten Sie, dass Reservierungen besonders
an den Wochenenden und an Feiertagen erforderlich sind.
Öffnungszeiten:
Mo – So:
- Frühstück 9.30 – 11.30 Uhr
- Mittagessen 12.00 – 15.30 Uhr
- Tee und Käseplatten 15.30 – 16.30 Uhr
Geschlossen an:
Neujahr, Karfreitag, Ostersonntag und am 25. Dezember

Salat mit geräuchertem
Lachs
Couscous-Salat
Deutscher Kartoffelsalat
Grüner Salat mit Feta und Cocktailtomaten
Dolmades: Mit Reis gefüllte Weinblätter
Pâté des Tages
Cabanossi: italienische Wurst
Biltong (südafrikanische Spezialität): Frisch
geschnittenes und luftgetrocknetes Fleisch
Heimischer Käse: verschiedene Sorten mit Crackern
Zwiebelkuchen
Hackbällchen aus Straußenfleisch an süßer
Chili-Sauce
Gefüllte Oliven von Chrisna’s Deli
Hausgemachter eingelegter Kürbis
Ciabatta
Koeksister: südafrikanisches Süßgebäck,
das zu einem Zopf geflochten und frittiert wird
750 ml Flasche Mineralwasser
Preis
Korb für zwei Personen: R290
(exkl. zusätzliche Getränke)
Korb für vier Personen: R580
(exkl. zusätzliche Getränke)
Kinder unter 12
Jahren: R80
Hühnchen-Wrap, Käse, Cracker, Karotten, Gurke,
Joghurt, Weinbeeren, Schokoladenriegel, frische Früchte
und Saft
In unserem wunderschönen
Verkostungsraum „Vat Cellar“ erhalten Sie
alle Delheim Weine, die Sie mit Ihrem Picknick genießen
können.
Bitte beachten Sie,
dass es nicht gestattet ist, das Essen selber mitzubringen.
Das Menu kann jederzeit ändern. Die Picknickkörbe
sind bis Ende April 2013 jeden Tag erhältlich (außer
an Karfreitag und Ostersonntag).
Buchen Sie
die Picknickkörbe bis spätestens 10 Uhr des
betreffenden Tages. Für Anfragen oder Reservierungen
kontaktieren Sie bitte unser Restaurant unter +27 (0)
21 888 4607 oder schreiben Sie eine E-Mail an: restaurant@delheim.com.
Auf Anfrage bereiten wir Ihnen gerne eine vegetarische
Variante zu.
Das ganze Jahr hindurch
heißen wir unsere Gäste zu einer Weinprobe
im legendären „Downstairs“ Keller willkommen.
Unsere Farm ist eine der wenigen, wo man sich während
der Probe hinsetzen und entspannen kann.
Für diejenigen, die alte Weine mögen, haben
wir unseren „Collector`s Corner“, wo Sie sich
in aller Ruhe umsehen können. Bestaunen Sie auch
unser spinnennetzüberzogenes Fenster, das mittlerweile
zu einer Legende geworden ist.
Schauen Sie auch
im Shop vorbei, der sich ebenfalls im „Downstairs“
Keller befindet. Dort können Sie unter anderem bunte
T-Shirts kaufen mit der wunderbaren Aufschrift: „Ageing
to Perfection.“
Öffnungszeiten:
Mo – So 09.00 – 17.00 Uhr Feiertage 09.00
– 17.00 Uhr Geschlossen an: Neujahr, Karfreitag,
Ostersonntag und am 25. Dezember
Delheim Tours
Lernen Sie mehr über die Geschichte, den Weinbau,
die Weinherstellung und die Umgebung von Delheim. Nach
frühzeitiger Absprache kann die Tour auf Deutsch
durchgeführt werden.
Kosten
R25 pro Person für Weinprobe (6 Weine)
R35 pro Person für Weinprobe und Delheim Tour
R40 pro Person für Weinprobe De Driesprong (6 Weine
in Delheim und 5 Weine in Moratie)
Gruppen
Falls Sie Delheim in einer Gruppe von mehr als 10 Personen
besuchen, sollten Sie das vorher bitte anmelden unter
+27 (0) 21 888 4600 oder schreiben Sie eine E-Mail an:
info@delheim.com
Nach frühzeitiger Absprache kann die Delheim Tour
auf Deutsch durchgeführt werden.
Kosten
R 40 für Weinprobe und Delheim Tour
R115 für Weinprobe, Delheim Tour und Käseplatte
In unserem wunderschönen
Verkostungsraum, dem sogenannten „Vat Cellar“,
der sich in unserem Weinkeller befindet, können Sie
Tagungen mit bis zu 30 Personen durchführen. Er ist
mit handgeschnitzten Holzfässern dekoriert, von denen
jedes einzelne ein Kapitel von Delheims Geschichte darstellt.
Der „Vat Cellar“
bietet:
- eine entspannte Tagungsatmosphäre
- Sitzgelegenheiten für bis zu 40 Personen
- eine Klimaanlage
- Sanitäranlagen
- Er ist leicht mit einem Rollstuhl zugängig
- eine private Terrasse über unseren „Wetlands“
und dem Garten

Gruppenveranstaltungen
sollten im Voraus gebucht werden. Bitte kontaktieren Sie
uns unter +27 (0) 21 888 4607; Fax: +27 (0) 21 888 4601
oder per E-Mail: restaurant@delheim.com
Sie können
die folgenden Angebote nutzen:
Unser Ganztages-Angebot
Bei Ankunft: Kaffee und Tee
Am Vormittag: Kaffee, Tee und hausgemachte Muffins
Mittagessen: im Restaurant mit vorbestelltem Menu
Am Nachmittag: Kaffee, Tee und Koeksisters (südafrikanisches
Süßgebäck)
Preise für
bis zu 20 Personen: R225 pro Person und Tag/ Preise für
21 bis 40 Personen: R220 pro Person und Tag
Unser Halbtages
Angebot
Bei Ankunft: Kaffee
und Tee
Am Vormittag: Kaffee, Tee und hausgemachte Muffins
Mittagessen: im Restaurant mit vorbestelltem Menu
Preis für 1
bis 40 Personen: R220 pro Person und Tag
Hier sehen
Sie die verschiedenen Menu-Vorschläge für das
Mittagessen.
A la carte menu Summer 2012-2013
[English
pdf ] Breakfast menu [PDF]
Falls Sie spezielle Menüwünsche
haben, z.B. im Fall einer Lebensmittelallergie, geben
Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid.
Unsere Angebote enthalten kein Tagungszubehör. Wenn
Sie möchten, dass wir dies für Sie organisieren,
informieren Sie uns bitte frühzeitig.
Die Teilnehmerzahl der Tagung sollte drei Tage im Voraus
angegeben werden.
Bitte beachten Sie,
dass Absagen mindestens drei Tage im Voraus getätigt
werden müssen, um nicht den vollen Betrag zahlen
zu müssen.
Wir danken
Ihnen für Ihr Verständnis!
Ihr Delheim Team
Die Oakleaf Lodge
befindet sich auf der Farm „Delvera“ in der
Nähe von Delheim. Sie bietet gemütliche und
erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten im
Herzen der Weinberglandschaft Stellenboschs. Genießen
Sie die ländliche Atmosphäre, unsere wunderschönen
Gärten und die atemberaubende Aussicht auf den Tafelberg
und den Simonsberg. Die Lodge ist ideal für „Outdoor“-Liebhaber,
da es viel zu sehen und zu erleben gibt. Ein idealer Ort
für die ganze Familie! Das Farmhaus hat fünf
Schlafzimmer. Außerdem ist eine Gemeinschaftsküche
zur Selbstversorgung vorhanden. Ebenso gibt es eine Sofaecke
mit DSTV und einen Kamin. Unsere Flitterwochen-Suite bietet
all das im privaten Rahmen. Sie ist sehr geräumig,
hat eine eigene Terrasse mit einem beeindruckenden Blick
auf den Tafelberg, ein wunderschönes Badezimmer und
eine Klimaanlage.
www.oakleaflodge.co.za

Gleich neben
der Oakleaf Lodge befindet sich das Simonsberg Café,
in dem Sie gemütlich frühstücken und zu
Mittag essen können. Im kleinen Laden um die Ecke
können Sie Oliven aus der Region kaufen. Im Reitstall
daneben stehen Pferde bereit für einen Ausritt mit
Ihnen und Ihre Kinder werden sich freuen, die Esel auf
der Farm zu streicheln. Sie können ebenfalls Fahrräder
ausleihen, um die Gegend zu erkunden. Alle weiteren Infos
finden Sie hier: www.delvera.co.za
|
|
|
Hoch oben an den
südwestlichen Hängen des Simonsberges, benannt
nach Gouverneur Simon van der Stel, kann man den Ort
finden, der als Drie Sprong bekannt ist. Ursprünglich
gehörte das Land einem Angestellten der holländischen
“East India Trading Company”, dessen Aufgabe
es war, eine Kanone direkt über dem Anwesen abzufeuern.
Diese Kanone war die dritte in einer von Kapstadt ausgehenden
Reihe, die, via Koeberg, die Ankunft von fremden Schiffen
in der Table Bay ankündigte. Die Siedler des Umlandes
kamen dann auf dem schnellsten Weg nach Kapstadt, um
mit den Besuchern zu handeln oder die Stadt vor Eindringlingen
zu verteidigen.
Auf diesem Anwesen etablierten
die Familien Hoheisen und Sperling die starken Fundamente,
die nun weltweit als Delheim bekannt sind.
Am 28. Februar
1699 verkaufte Gouverneur Willem Andriaan van der Stel
ein Stück Land von 25 ha an Lorenz Kampfer, einem
Deutschen aus Pommern. Lorenz war der erste Siedler
des Tals und nannte seine Farm „De Drie Sprong“,
was so viel bedeutet wie
„wo sich drei Straßen treffen“.
Die Farm lag an den niedrigeren
Hängen des Simonsberges, da es sehr unpraktisch
gewesen wäre, Landwirtschaft an den höher
gelegenen Hängen zu betreiben. Dieses Grundstück
hatte neun verschiedene Besitzer, bis es schließlich
am 2. März 1857 von Jan Andries Beyers gekauft
wurde. Offensichtlich hatte Jan Andries das landwirtschaftliche
Potenzial des Gebietes erkannt, da er ein paar Jahre
lang das Land bewirtschaftete, das „De Drie Sprong“
umgibt. Im Jahr 1813 erstand er einen schmalen Streifen
Land direkt über dem „ De Drie Sprong“
und 1843 erwarb er ein weiteres Grundstück, das
den schmalen Streifen Land, sowie „De Drie Sprong“
umgab. Letztendlich erstand er 1857 auch „De Drie
Sprong“.
Bis 1903 blieb dieses große
Grundstück als eine grosse Einheit bestehen, dann
teilten es die Besitzer van der Byl und Porter unter
sich auf. Die obere Hälfte schloss nichts von dem
Land ein, das Kampfer ursprünglich erworben hatte.
Es bleibt eines der geschichtlich unerklärlichen
Mysterien, wie die 200 ha große obere Hälfte
als „De Drie Sprong“ bekannt wurde, aber
dieses Grundstück erwarb Hans Otto Hoheisen im
Januar 1938. Eigentlich wollte Hoheisen seinen Ruhestand
mit seiner Frau Deli auf diesem Grundstück zu verbringen.
Doch dieser Plan löste sich schnell in Luft auf.
Obstbäume und Buschwerk
waren alles, was vor der Ankunft der Hoheisens auf „De
Drie Sprong“ wuchs. Ein Freund der Hoheisens riet
ihnen zum Weinbau, da er wusste, dass sich die Kapregion
sehr gut zur Weinerzeugung eignet. Hans glaubte, dass
Weine von kleinen Weingütern durchaus von besserer
Qualität sein können als die Weine, die er
schon von großen Erzeugern probiert hatte. Im
Jahr 1940 entfernte er das Buschwerk, das den Hauptteil
des Landes bedeckte, da dort nun Reben gepflanzt werden
sollten. Der höher gelegene Teil der Farm war jedoch
zu steil um dort Reben anzupflanzen. Durch eigene Nachforschungen
und die Zusammenarbeit mit dem Professor Perold, Professor
für Weinbau, entschied sich Hans für den Anbau
von Kap Riesling, Spätburgunder (Pinot Noir), Cabernet
und Hanepoot.
Die Abfüllung geschah
per Schwerkraft. Ein kleiner Behälter, der auf
einem Tank stand, konnte so 3’000 Flaschen pro
Tag befüllen. Mit der modernen Technik kann man
heutzutage 15’000 Flaschen pro Tag befüllen.
Das Verschließen der Flaschen mit einem Korken
geschah ebenso manuell und auch das Etikettieren war
eine mühselige Arbeit. Das Werkzeug hierfür
bestand aus einer gebrauchten Zahnbürste, einem
Eimer Kleister, einer wackligen Kiste, um jede Flasche
zu unterstützten und, am allerwichtigsten war ein
nasses Tuch, um den überschüssigen Kleister
zu entfernen. Dies alles geschah ganz ohne Elektrizität.
Hans, der den unbrechbaren
Willen hatte, den bestmöglichen Wein zu machen,
war der erste im Stellenbosch Tal, der sich um die Vorzüge
der modernen Technik bemühte. Hans Hoheisen war
einer der Pioniere unter den Winzern, dessen Bemühungen
alle auf Experimenten und Fehlschlägen basierten.
Die verschiedensten Rebsorten wurden unter dem Gedanken
des einfachen Erntens angepflanzt – an den pH-Wert
des Bodens, Anpassung von Reben an den Bodentyp und
Klima hat man noch nicht gedacht, ganz zu schweigen
von Unterlagsreben. Reben waren Reben und man hatte
keine Ahnung von den Möglichkeiten, die verschiedene
Klone bieten.
In den Kriegsjahren der 1940er
war Überleben das einzige, was zählte. Es
gab keine weinbaulichen oder önologischen Experten,
die man um Hilfe hätte bitten können und so
war es des öfteren der Fall, das Hans Hoheisen
über einem Weintank stand und ein Önologie
Buch in der Hand hielt. Wegen des Krieges war es schwierig,
neue Maschinen und Materialien zu beschaffen, darum
waren Einfallsreichtum und Eigeninitiative im Keller
gefragt. Wenn während der Abfüllung keine
Flaschen mehrverfügbar waren, musste Hans gebrauchte
Bierflaschen benutzen. Alle Probleme und Schwierigkeiten
mussten überwunden werden, wobei ein Einkommen
immer noch ausblieb. So ist es umso erwähnenswerter,
dass sie mit den Weinen Drie Sprong HOH (Hans Otto Hoheisen)
Muscat Dessert und HOH Cabernet durchaus Erfolg hatten.
Hans sah seine Weine durch die frühen Erfolge nicht
länger als „gewöhnliche“ Weine
an. Es gelang ihm, seine Weine an Freunde zu verkaufen,
aber das Marketing stellte ein Problem dar, weil die
trockenen Tafelweine damals im Schatten der Dessertweine
standen und Brandy eine noch größere Konkurrenz
darstellte. Freunde sagten auch, dass HOH Weine dabei
waren, das Image als Wein für den „Mann auf
der Straße“ zu bekommen.
Diese Kritik gab Hans die Möglichkeit,
seine Frau Deli zu ehren. Sie war unerschütterlich
während all den Hochs und Tiefs. Sie half ihm im
Keller, beim Pflanzen der Reben, bei der Verwaltung
der Farm und ermutigte ihn ständig.
Hätte es einen besseren
Weg für Hans geben können, als seiner Frau
zu danken und die Farm und seine Weine nach ihr zu benennen?
Daraus folgte die Geburt von Delheim – Delis Heim.

Der Traum der
Hoheisens, dass sie auf der Farm ihren wohlverdienten
Ruhestand finden würden, platzte bald, da sie feststellten,
dass der Acker- und Weinbau viel mehr Arbeit mit sich
brachten, als sie sich jemals hätten vorstellen
können. Die Lösung des Problems fand Deli
während des Besuchs ihrer Verwandten in Deutschland.
Ihr Neffe, Michael „Spatz“ Sperling, versprach
ihr, nach Südafrika zu kommen, um sie und ihren
Mann auf der Farm zu unterstützen.
Spatz setzte die Segel auf
der Winchester Castle und kam am Donnerstag, dem 19.
April 1951 auf Delheim an. Nach 60 Jahren harter Arbeit
wurde Spatz zum Synonym für Delheim und hat auch
einen unvergleichlichen Ruf in der südafrikanischen
Weinindustrie.
Delheim produzierte trotz fast
unüberbrückbaren Schwierigkeiten weiter Wein.
Die Winde, die vom Simonsberg herunterwehten, zerstörten
nicht nur die Obstbäume, sondern auch die Reben.
Hasen fraßen die Reben und die, die übrig
blieben waren meist von Krankheiten befallen. An manchen
Stellen waren die Weinberge nur noch große Felder
mit Drähten und Pfählen. In den frühen
1950ern wollten Hans und Spatz die ganze Farm mit Pinien
bepflanzen. Jedoch hätten sie dazu erst alle Drähte
und Pfähle entfernen müssen. Hinzu kam, dass
sie immer noch sehr entschlossen waren, einen weiteren
Versuch zu starten, um mit ihrem Wein erfolgreich zu
sein. So wurde der Plan, Pinien zu pflanzen, glücklicherweise
nie in die Tat umgesetzt.
Ein weiteres Problem war, dass
sie ausschließlich trockene und halbtrockene Weine
produzierten, die Mehrheit der Bevölkerung jedoch
Brandy oder andere Brände bevorzugte. Die meisten
Trauben wurden destilliert und ein kleiner Teil wurde
zu Brandy verarbeitet. Deswegen schien der Profit des
Unternehmens eher gering zu sein und so entschied sich
Hans Otto Hoheisen dazu, seinem Vater mit seinem neuen
Geschäft auf seiner 14.000ha großen Farm
in Timbavati/Transvaal zu helfen.
Spatz und seine Frau liebten
Delheim jedoch sehr und so hinterließ Hans ihnen
£ 1500 als Startkapital und überließ
ihnen die Farm, anstatt sie zu verkaufen. Allerdings
traf Hans mit Spatz die Vereinbarung, dass er am Gewinn
beteiligt wird.
Der „Spatzendreck“-Wein war eine
große Hilfe, um Delheim einen allgemein bekannten
Namen zu verschaffen. Erste Hinweise auf gute Weine
gab es allerdings schon zwei Jahre zuvor – sie
läuteten eine neue Ära ein. Im Jahr 1959 traten
Delheim Weine zum ersten Mal auf der „South African
Wine Show“ in Paarl in Erscheinung. Spatz gewann
dort den Preis für den besten trockenen Weißwein
mit seinem Palomino, der sich gegen alteingesessene
Rebsorten wie Chenin Blanc und Colombard durchsetzte.
Dieser Erfolg setzte sich fort und wuchs – seit
diesem Zeitpunkt ist Delheim nicht mehr aus der südafrikanischen
Weinwelt wegzudenken. 1976 eröffnete das Restaurant
auf der Farm, um den immer größer werdenden
Touristenstrom auf der Stellenbosch Wine-Route auffangen
zu können.
Die hausgemachten Speisen wurden
kreiert, um die Weine zu komplementieren.
Um bei einem immer stärker werdenden Konkurrenzkampf
zu überleben, braucht man eine gute Planung. Die
weinbaulichen Kenntnisse schritten immer weiter fort,
genau wie sich der Geschmack der Weintrinker veränderte
– als erfolgreicher Weinproduzent muss man mit
dem einen Schritt halten können und sich des anderen
bewusst sein. Um diese Gratwanderung zu meistern, musste
Spatz Land jenseits von Drie Sprong kaufen, da hier
die Böden hauptsächlich aus Lehm und Sand
bestanden.
Aus zwei Gründen waren nur 50ha mit Reben bepflanzt:
Erstens waren die höheren Lagen zu steil um sie
zu bearbeiten und zweitens war das Klima in diesen Höhenlagen
(zwischen 300 und 480m über de Meeresspiegel) nur
für den Anbau von weißen Rebsorten geeignet.
Als Spatz die Farm übernahm, bestätigten seine
Versuche die Vermutung, dass die klimatischen Bedingungen
zur Herstellung von gutem Rotwein ungeeignet sind. Die
Böden in Kombination mit der kühlen, hohen
Lage und einem durchschnittlichen jährlichen Niederschlag
von 850mm sind besser zur Produktion von erstklassigen
Weißweinen geeignet. Die einzige rote Rebsorte,
die auf Drie Sprong angebaut wurde, war Pinot Noir (Spätburgunder),
dessen Ernte zur Produktion von trockenen Rotweinverschnitten
verwendet wurde.

Im April 1971
wurde die Stellenbosch Wine-Route, die erste dieser
Art in Südafrika, von Spatz Sperling, Neil Joubert
von Spier und Frans Malan von Simonsig ins Leben gerufen.
Bekannt wurden diese drei unter
dem Titel „ die drei verbissenen Männer,
die wissen, was sie tun“. Dies rührte daher,
dass sie oft hitzige Debatten über das Potenzial
und den Wert dieses Vorhabens führten. Dass sie
Recht hatten, beweisen über 500’000 Menschen,
welche die Stellenbosch Route heute jährlich besuchen.
Ein weiterer Beweis dafür sind dreizehn weitere
Weinrouten, die in Südafrika errichtet wurden.
In den frühen 70er Jahren
bemerkte Spatz das wachsende Interesse an Rotwein. Da
er wusste, dass seine Weinberge auf Drie Sprong nicht
dazu geeignet waren, hervorragende Rotweine zu produzieren,
suchte er nach Rebflächen abseits der Farm, die
dazu besseres Potential hatten. 1975 fand er Weinberge
circa 3 km nordwestlich von Delheim gelegen. So kaufte
er 80ha auf diesem sogenannten „Klapmutskop“.
In Folge dessen bekam er die
Möglichkeit seine Frau genauso zu ehren wie Hans
Otto Hoheisen seine Deli. „Hinter jedem erfolgreichen
Mann steht eine starke Frau“, sagt man und Vera
Sperling war die antreibende und kreative Kraft hinter
Spatz und half ebenso mit, Delheim zu dem zu machen,
was es heute ist. Die Vera Cruz (Veras Kreuz) Weinberge
sind nach Mrs. Spatz benannt. Es soll auf die Leiden
hindeuten, die sie durchmachen musste, seit sie Spatz
1965 heiratete. Diese Weinberge haben lehmig-sandige
Böden und liegen zwischen 200 und 355m über
dem Meeresspiegel. Der durchschnittliche jährliche
Niederschlag ist circa 30% niedriger als auf Drie Sprong
und die Reben bekommen 10 bis 12 Tage mehr Sonnenschein.
Diese Bedingungen sind optimal für körperreiche,
vollmundige Rotweine, was das Erkennungsmerkmal eines
der besten Rotweine des Kaps ist: der Muldersvlei bowl.
Spatz hatte das Land gefunden,
das er brauchte, um mit den besten Rotweinproduzenten
Schritt halten zu können. Seine kaum vorhandene
Fähigkeit Wein herzustellen, hinderte ihn nicht
daran. Mit seiner geselligen Art fand er bald Freunde
unter den zahlreichen deutschen Weinexperten, die in
die Kapprovinz gekommen waren und die ihm halfen, seine
Fähigkeiten zu verbessern.
Am Wochenende herrschte auf
Delheim eine Mischung aus gemütlichen Festen und
Abstechern in den Weinkeller. An einem Sonntagnachmittag,
zwischen Sauerkraut und schwimmen, lud Spatz einen kleinen
Kreis seiner Freunde ein, um seine neuesten Weine zu
probieren. Der Inhalt des zweiten halbvollen Tanks war
jedoch sogar für sie, in ihrer bereits fröhliche
Gemütslage, zu viel. Als Spatz die bräunlich
aussehende Flüssigkeit in das Glas einer Freundin
einschenkte, war ihr Kommentar: „Spatz, das ist
jetzt aber wirklich Dreck!“
Nichts hätte Spatz mehr
motivieren können als diese Beleidigung. Aus diesem
Desaster heraus wurde der „Spatzendreck“
perfektioniert und der 1961er Jahrgang konnte zum ersten
Mal auf den Markt gebracht werden. Mit seinem Hang zum
Ungewöhnlichen gab Spatz dem Wein nicht nur diesen
besonderen Namen, sondern auch das weltbekannte Etikett,
das 1970 die Auszeichnung vom Decanter Magazin für
das schlechteste Etikett der Welt erhielt.
Spatz erster Jahrgang im Jahr
1952 umfasste eine Menge von 18 Tonnen; heute kann der
Keller jährlich 1200 Tonnen fassen.
|